Zeitgeist Addendum
Zeitgeist: Addendum ist in vier Teile aufgeteilt:
Teil I kritisiert die Handlungsweisen des amerikanischen Bankwesens (fractional-reserve banking), im Speziellen das Erschaffen von Geld durch Darlehen. Der Film argumentiert folgendermaßen: Dollarnoten werden gedruckt oder es wird elektronisch Geld erzeugt, wenn die Federal Reserve Bank Schatzanweisungen und Schuldverschreibungen kauft. Dieses Geld landet dann in kommerziellen Banken. Wenn das Geld in einer Bank deponiert ist, wird es durch die Anwendung des fractional-reserve Systems „vermehrt“ und an die Kunden der Bank durch Kredite weiter verliehen. Der Film behauptet, dass dieses System „absurd“ sei, da der Zins, der bei einem Kredit irgendwann zurückgezahlt werden muss, nicht ebenfalls zu Beginn als Geld erschaffen wurde. So wird im Gesamtsystem immer Geld fehlen. Der Film vergleicht diesen Sachverhalt mit dem Spiel „Reise nach Jerusalem“, bei dem auch immer einer zu kurz kommen muss. So entstehen irgendwo zwangsläufig Schulden, die niemals zurückgezahlt werden können, da die Zinsen nicht existieren, weil sie nicht mit erschaffen wurden.
Teil II ist ein Interview im Stil einer Dokumentation mit John Perkins, in dem er seine eigene Rolle als Geständnis eines “Economic Hitman” beschreibt. Er beschreibt den Economic Hitman als zivile Person, die vom CIA angeheuert und in verschiedene Gebieten der Welt versendet wird, um dort bestimmte politische und/oder wirtschaftliche Veränderungen zu erzeugen. Er gibt zu, dem CIA und regierenden politischen und wirtschaftlichen Eliten, bei verschiedenen Gelgenheiten geholfen zu haben, aussländische souveräne Regierungen zu unterwandern, wenn diese die Interessen der Bevölkerung über die der Internationalen Wirtschaft gestellt hatten. Dieses Verhalten sei vom CIA und führenden Elites der USA nicht erwünscht.
Teil III beschreibt das Venus Project, ein Vorschlag der von Jacque Fresco ausgearbeitet wurde. Der Film stellt das Venus Projekt als nachhaltige Führungsform und Lösungsmöglichkeit für die jetzige Menschheit auf der Erde dar. Sein Hauptziel ist die Erschaffung einer “Ressourcen-Basierenden” Wirtschaft durch moderne Technologie. In dieser soll nicht der maximale Profit ausschlaggebend für Zielsetzungen sein, sondern die Nachhaltigkeit der Rohstoffe und Ressourcen im gesamten ökologischen Gleichgewicht.
Teil IV will zeigen, dass die Dinge, die in unserer Gesellschaft falsch laufen, das fundamentale Ergebnis einer kollektiven Ignoranz gegenüber den grundlegensten Erkenntnissen der menschlichen Realität sind. Gemeint sind hier die sich ständig entwickelnde und verbessernde Natur und die symbiotischen Aspekte der Naturgesetze. Der Film beschreibt das aktuelle amerikanische System als eines, dass grundsätzlich gegen diese Aspekte arbeitet und deshalb von einem weiter entwickelten System ersetzt werden sollte, so wie schon unzählige Male in der Vergangenheit alte Systeme durch bessere neue ersetzt wurden. Man geht davon aus, das zu dieser Veränderung nicht mehr viel Zeit bleibt.
Der Film schlägt dann Aktionen vor, die eine “soziale Transformation” erzeugen sollen, wie z.B. der Boykott von großen Banken, Mainstreammedien, Militär und großen Energiekonzernen, um eine kritische Masse in der Bevölkerung zu erzeugen, die nicht mehr in diesem “veralteten” System leben möchte und dies durch ihre Lebensweise zeigt.


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Juli 19th, 2010 at 21:10
Hallo,
danke für diesen Film, der dramaturgisch, technisch und vor allem moralisch hervorragend ist. Ich wusste noch nicht, dass ein Projekt Venus existiert, der Film weckt Interesse dafür, ich möchte mehr darüber erfahren und eigene Ideen dazu entwickeln. Allein dafür möchte ich den Filmemachern danken.